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Aus der Weinpraxis

Praktischer Weinbau – Der Rebschnitt


Autor:

Dr. Rolf Blaich (Professor im Ruhestand an der Uni Hohenheim / Stuttgart)

In den Anfängen der Rebkultur wurde die Rebe wohl zu ihrer natürlichen Wuchsform belassen. Baumkulturen sind z.B. in Italien bis ins vorletzte Jahrhundert bekannt. Der Aufwand und die Gefahr bei der Ernte haben es aber mit sich gebracht, dass in der Kultur der Lianenform nirgends mehr verwendet wird, sieht man von den Formen mancher Hausreben ab.

 

Kulturrebe: Entwicklung und Schnitt

Die Weinrebe ist eine Liane und wird auf Bedürfnisse des Weinbaus angepasst.

Schnitt hat zwei Ziele:

  1. Erziehung: verleiht einer heranwachsenden Jungrebe im Laufe von 3 – 4 Jahren eine bestimmte Form und versucht diese während der Ertragsdauer möglichst konstant zu halten.
  2. Ertragsregulierung: bestimmt die Augen und damit die Fruchtrutenzahl für das nächste Ertragsjahr (Menge/Güte)

Zu berücksichtigen sind:

  • Exposition der Triebe: Belichtung (Photosynthese)
  • Belüftung (Pilzdruck, CO2-Versorgung)
  • Gleichgewicht von vegetativen Wuchs- und Traubenbehang (beeinflusst Alter und Nutzungsdauer)
  • Ausgleich von Frost und Hagelschäden

Vom Schnitt hängen also u.a. Nutzungsdauer, Winterfrosthärte und gleichförmiger Ertrag ab

Erziehungsschnitt

verleiht der  Jungrebe im Laufe von etwa 3 Jahren eine bestimmte Form  und versucht diese  konstant zu halten;
Dabei richtet sich der Schnitt  nach Entwicklung der Jungpflanze

Prinzip des Schnittes

Rückschnitt der Vorjahrestriebe am zweijährigen (eigentlich anderthalb jährigen = vorjährigen) Holz auf die gewünschte Knospenzahl pro Rebe bzw. Flächeneinheit. Man vermeidet dadurch einen unkontrollierten Austrieb im nächsten Jahr
Allerdings gibt es auch Minimalschnitt-Verfahren (minimal pruning), die dies durch bestimmte Erziehungsformen (hängende Triebe) erzielen.

Zeitpunkt des Rebschnitts:

((Dezember) Januar) Februar bis April

Alles über den Rebschnitt

Wissenschaftlich sehr gut aufgearbeitet, mit ausgezeichnetem Bildmaterial,  ist die Arbeit aus der Vorlesung von Prof. Rolf Blaich zum Thema “Rebschnitt”, die Sie hier als pdf-Datei herunterladen können.

 

(Download als pdf-Datei / 7,23 MB)

 

Lernprogramm zum üben

Hier können Sie das virtuelle Rebschnitt – Lernprogramm von Prof. Blaich herunterladen und üben. Macht viel Spass, solange man beim Schnitt keinen Fehler macht :-)

 

(Download als exe-Datei)

 

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Erfindung: Sechs Winzer aus Wien, NÖ und dem Burgenland spielen ihrem Wein klassische Musik vor, damit er schneller reift.

Weinflüsterer: Bachmann (li.) und Köberl (2. v. re.) schwören auf die Wirkung von Schallwellen auf die für die Gärung erforderlichen Hefestämme. Winzer Stefan Ott bestätigt die positive Wirkung des Verfahren

Im Weinkeller von Stefan Ott aus Arbesthal (Weinbaugebiet Carnuntum) erklingt Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nummer 41. Die Quelle des akustischen Genusses sucht man vergeblich, nirgends ist ein Radio zu sehen. Der Grund: Der Winzer hat den Lautsprecher in einem seiner Stahltanks versenkt. Durch die Beschallung mit klassischen Meisterwerken soll der Wein noch besser werden.

Die Idee, dem Most während der Vergärung Musik vorzuspielen, stammt von Markus Bachmann und Thomas Köberl. Die beiden Wiener Gastro-Profis ließen sich das Verfahren unter dem Namen “Sonor Wines” patentieren und sind derzeit auf der Suche nach experimentierfreudigen Winzern. Sechs haben sie bereits gefunden: Neben Ott beschallen auch Alois Zeilinger-Wagner, Hannelore Aschauer (beide ebenfalls aus NÖ), Peter Uhler, Franz-Michael Mayer (Wien) und Rolf Pretterebner (Burgenland) vereinzelte Weine. Wahlweise mit besagter Mozart-Symphonie, mit Operetten-Arien, Jagdmusik, einer Walzer- und Polka-Auswahl oder mit Schrammelmusik. Mit AC/DC oder Ostbahn-Kurti würde es auch funktionieren – aber da legen sich die Erfinder quer. Aus Imagegründen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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Mit diesem Artikel „Wein selber machen“, möchte ich Ihnen einen zeitlichen Ablauf der Weinbereitung samt kellertechnischen Maßnahmen vorstellen. Oft zeigt sich der Trend, den Wein etwas zu rasch füllfertig machen zu wollen. Das kann zu instabilen Weinen und den daraus resultierenden Weinfehlern führen.

Um die zeitliche Abfolge zu illustrieren, sei hier ein Standardschema von der Weinlese bis hin zur Abfüllung von Rot- und Weißwein dargestellt.

 

Die Weinlese

Der Zeitpunkt der Weinlese ist abhängig von:

  • Jahrgang
  • Gesundheitszustand der Trauben
  • Sorte
  • Gewünschter Weintyp

Angestrebt wird ein Mostgewicht zwischen 16 – 21 °KMW (Grade Klosterneuburg)Einige Sorten erreichen die optimale Bukettentwicklung bereits bei einem Mostgewicht zwischen 16 – 17 °KMW (z.B. Müller Thurgau. Es ist zu beachten, dass in Zeiten fortschreitenden Klimawandels das Mostgewicht immer mehr an Aussagekraft verliert und man statt dessen die physiologische Reife evaluiert.

Dazu mehr im Artikel:

Physiologische Reife.pdf


 

Unter Mostgewicht versteht man Diesen Beitrag weiterlesen »

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  • 1. Welcher ist Ihr Lieblingswein? (Name des Weines)

    2. Wie würden Sie Ihren Lieblingswein beschreiben?


    Robert schrieb: Bourgogne blanc 2009 von Lucien le Moine Ein [...]"

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